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Flugbetrieb
Segelfliegen ist ein Gemeinschaftssport. Auch
mit dem besten und teuersten Segelflugzeug kommt man nicht allein in die Luft,
sondern benötigt immer Helfer am Boden: Jemanden, der die Startwinde bedient und
jemanden, der die Seile von der Winde zur Startstelle bringt. Andere klinken das
Seil ein oder schieben die gelandeten Flugzeuge von der Landebahn zurück zur
Startstelle. Und schließlich müssen am Abend alle Flugzeuge wieder - zum Teil
recht kunstvoll und verwinkelt - in der Halle eingeschachtelt werden. Für alle
diese Aufgaben, die rund um das eigentliche Fliegen erforderlich sind, braucht
man stets eine ausreichend große Bodenmannschaft. Deshalb helfen alle, die
gerade nicht selber fliegen, beim Bodenbetrieb mit, damit andere in die Luft
kommen. Dieser Bodenbetrieb hat große Wirkung auf die körperliche Ertüchtigung
der Segelflieger und ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Sportes.
Ein ganz normaler Tag beginnt Morgens
mit dem Briefing.
Dort
werden die Wetterbedingungen für den Tag vorgetragen, entschieden welche
Flugzeuge mit an den Start kommen, geklärt wer die Winde bzw. wer den
Seilrückholwagen ("Lepo") fährt und gefragt welche Piloten ein Flugzeug für
einen Überlandflug nutzen wollen. Nachdem alles geklärt ist werden die Flugzeuge
aus der Halle geräumt, die Fahrzeuge getankt und ausgerüstet und manchmal ein
paar private Flugzeuge aufgerüstet. All das wird dann zum Start gebracht, je
nach Wind ein kurzer oder weiter Weg.
Am Start angekommen werden die Flugzeuge überprüft und alles aufgebaut, zur
selben Zeit baut der Windenfahrer die Seilwinde auf und der Lepofahrer bring das
erste Seilpaar des Tages zum Start. Der Flugbetrieb beginnt.
Nun startet alle paar Minuten ein Flugzeug und landet natürlich auch wieder. Je
nach Wetter dauern die Flüge Mal länger und Mal kürzer. Die Flugschüler werden
von den Fluglehrern ausgebildet und andere Piloten machen Platzrunden um in
Übung zu bleiben. In den Mittagsstunden wird
es
dann kurz unruhig wenn die Überlandflugpiloten im optimalen Wetter starten
wollen. Wenn sie erst einmal weg sind sieht man sie für viele Stunden nicht
mehr. Danach geht es unentwegt weiter. Flugzeuge landen und müssen zum Start
zurückgeschoben werden, Seile müssen von der Winde geholt werden und anderen
Piloten wird bei den Startvorbereitungen geholfen.
Sind alle satt geflogen oder neigt sich der Tag dem Ende entgegen werden die
Flugzeuge zur Halle gebracht, egal ob fliegend oder rollend und alles wieder
zusammengepackt. An der Halle wird alles wieder gereinigt und eingeräumt.
Meistens werden jetzt ein paar Leute nervös. Es sind die Rückholer für die
Überlandflieger. Schafft es ein Pilot nicht zum Heimatflugplatz zurück landet er
wo anders und jemand holt ihn und das Flugzeug mit einem Anhänger ab. Doch
meistens gelangen alle Piloten wieder zum Flugplatz zurück und gelegentlich
belohnen die Piloten die wartenden Menschen mit einem spektakulären Überflug.
Nun wird meistens
der Grill angefeuert und bei einem kühlen Getränk die Erlebnisse des Tages
ausgetauscht. Oft klingt der Tag gemeinsam am Lagerfeuer aus.
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